Du hast den ersten Schritt schon gemacht — jetzt gehen wir gemeinsam weiter.
Auf dieser Seite findest du alles, was du für deine ersten Schritte zu einem echten Team mit deinem Pferd brauchst: meinen Vortrag, die passenden Übungen und alles zum Nachlesen und Ausdrucken. Nimm dir die Zeit, die du brauchst — es gibt hier nichts, was du auf einmal schaffen musst.
Ein Pferd ist ein Fluchttier. Es schließt sich nur jemandem an, dem es zutraut, die kleine Herde zu führen — und genau dieses Zutrauen ist es, was ich mit „Halt geben“ meine. Dahinter stecken drei Dinge, die zusammengehören: Sicherheit geben, wenn dein Pferd unsicher ist oder erschrickt. Orientierung geben, damit es weiß, woran es sich in einer neuen oder unklaren Situation halten kann. Und klare Grenzen setzen, damit dein Pferd spürt, dass es einen verlässlichen Raum bei dir gibt.
Glaubt dein Pferd nicht daran, dass du die Lage im Griff hast, übernimmt es diese Rolle selbst — und genau daraus entstehen viele der Alltagsprobleme, die dich vielleicht gerade beschäftigen. Deshalb setzen wir genau hier an, statt nur an einzelnen Symptomen zu arbeiten.
Im Vortrag zeige ich dir mein Glückskleeblatt-Prinzip: vier Bereiche, die zusammen den Unterschied machen zwischen „mein Pferd hört einfach nicht auf mich“ und einem echten Team mit gegenseitigem Vertrauen. Danach gehen wir ganz praktisch weiter — mit einer Trainingsübung, die du direkt mitnehmen kannst, einer sauberen Anleitung zum Nachlesen und ein paar Werkzeugen, damit du dranbleibst.
Mein Vortrag vom Online-Kongress „Liebe der Pferde“ — mit dem Glückskleeblatt-Prinzip und einer kommentierten Praxisübung zum präzisen Führtraining.
Ein kleiner Hinweis vorab: Die Aufnahme stammt vom Live-Kongress, die Verbindung war stellenweise etwas wackelig — an ein paar Stellen ruckelt das Bild kurz. Der Ton und der Inhalt sind davon nicht betroffen.
Vertiefe jeden der vier Bereiche direkt hier — klick dich rein oder auf „Weiterlesen“ für mehr.
„Der verarscht dich doch nur.“
„Da musst du dich jetzt einfach mal durchsetzen!“
Wie oft hast du solche Sätze im Stall schon gehört? Doch du spürst tief in dir, dass das nicht die Wahrheit sein kann. Und du hast recht: Ein Pferd sagt nie umsonst Nein. Jedes unerklärliche Verhalten ist ein Kommunikationsversuch.
Wenn ein Pferd blockiert, gibt es zwei Hauptgründe: Entweder stecken dahinter echte körperliche Blockaden, Schmerzen und ein überlastetes Nervensystem – oder es spiegelt ein tiefer liegendes Thema bei uns Menschen, wo wir dann genauer hinschauen dürfen. Denn Pferdetraining ist Persönlichkeitsentwicklung.
Genau deshalb ist Wissen für mich eine Form von Höflichkeit dem Lebewesen gegenüber. Wenn wir uns dazu entschließen, ein so feinfühliges, großartiges Wesen in unser Leben zu lassen, ist es eine Selbstverständlichkeit, sich mit seinen Eigenschaften und Bedürfnissen zu beschäftigen. Nur wer weiß, was ein Pferd in Bezug auf artgerechte Haltung, Gesundheit, Kommunikation und Training braucht, kann es fair begleiten.
Denn der wahre Schlüssel liegt im Gesamtbild – jenseits von Schablonen. Ein verlässlicher Partner sorgt dafür, dass alle Grundbedürfnisse des Pferdes erfüllt sind. Dein Pferd hat sich sein Zuhause nie selbst ausgesucht – das hast du getan. Und das bedeutet echte Verantwortung:
✨ Das Herdengefüge & Management: Selbst der tollste Offenstall bringt nichts, wenn die Chemie in der Gruppe nicht passt. Pferde fühlen sich nicht in jeder Herde wohl. Dazu gehören ein durchdachtes Futtermanagement, angepasste Bewegung und eine Gesundheitspflege, die jahreszeitenabhängig genau hinschaut.
✨ Talente & Rassen individuell fördern: Passt das, was du tust, überhaupt zur Persönlichkeit deines Pferdes? Jede Pferderasse bringt bestimmte genetische Talente mit sich. Nicht jedes Pferd findet Erfüllung in der hohen Dressur oder im Reiten. Wir müssen prüfen, ob unsere eigenen Ziele überhaupt zur Natur des Pferdes passen.
✨ Die feine Kommunikation: Ein vermeintlich „braves“ Pferd wird oft verwechselt – häufig steckt dahinter Resignation oder stiller Schmerz. Wer die Mimik versteht, reagiert, wenn das Pferd versucht, sich verständlich zu machen, anstatt es mit Druck durchzuprügeln. Sogar das vermeintlich drohende „Popo-Zudrehen“ ist oft nur die Bitte: „Kannst du mich hier genau jetzt kraulen?“
Warum du dein Pferd im Inneren nicht belügen kannst: Pferde sind absolute Meister im Lesen unserer Körpersprache und feinsten Mikromuskelbewegungen. Du kannst nach außen versuchen, der klarste und souveränste Mensch zu sein – wenn du es innerlich vor tiefer Unsicherheit oder Verkopftsein nicht bist, wirkt dein Verhalten auf dein Pferd inkonsistent. Das verunsichert es sofort.
Fundiertes Wissen nimmt das Chaos aus deinem Kopf und reduziert deine Unsicherheit. Wer die Fluchttier-Natur versteht, nimmt Schreckhaftigkeit nicht mehr persönlich und schimpft nicht. Wenn dein Pferd zur Seite springt, schreit sein Nervensystem nach Co-Regulation. Bleibst du durch dein Wissen ruhig, schenkst du ihm sein wichtigstes Grundbedürfnis: Sicherheit und Halt.
Genau diese ehrliche, innere Haltung – „Hey, ich verstehe dich, ich nehme deine Bedürfnisse wahr und ich bin dein sicherer Hafen“ – gibt dir dein Rückgrat zurück und macht dich zum verlässlichen Partner im pferdegerechten Training. ✨
Wenn es um Wissen & Kompetenz geht, lohnt sich auch ein Blick auf die gesundheitliche Unterstützung deines Pferdes. Ätherische Öle können hier eine sehr wertvolle Ergänzung sein — vorbeugend und begleitend, auch wenn sie natürlich nie den Tierarzt bei ernstzunehmenden Erkrankungen ersetzen.
Wenn dich das Thema interessiert, kannst du kostenlos und unverbindlich in einen einwöchigen WhatsApp-Schnupperkurs reinschnuppern. Dort bekommst du jeden Tag ein paar Grundlagen und konkrete Anwendungsmöglichkeiten an die Hand.
Der Schnupperkurs startet jeden Montag neu. Mit dem Absenden erklärst du dich einverstanden, dass ich deinen Namen und deine Handynummer zur Aufnahme in die WhatsApp-Gruppe nutze. Du kannst die Gruppe jederzeit wieder verlassen.
Buchempfehlungen folgen hier baldDu stehst am Putzplatz, aber im Kopf gehst du noch den Ärger mit dem Chef durch? Oder du reitest eine Bahnfigur, denkst aber eigentlich schon wieder an deine To Dos?
Wir Menschen neigen dazu, permanent in der Vergangenheit zu grübeln oder die Zukunft zu planen. Pferde hingegen kennen nur eines: das Hier und Jetzt. Es ist ihre Natur.
Meist erwarten wir, dass unser Pferd jede Anweisung sofort befolgt, perfekt auf unsere Signale reagiert und „funktioniert“. Wir wünschen uns seine volle Aufmerksamkeit. Doch wie oft vergessen wir, diese auch selbst mitzubringen?
Fokus und Präsenz sind die mentale Brücke zwischen dir und deinem Pferd. Sobald du dein Pferd aus seiner Herde heraus holst, bildet ihr beide eine neue, kleine Herde. Und diese Herde verlassen wir mental viel zu oft ...
Die klassischen Momente, in denen wir unbemerkt abschweifen:
✨ Die Ablenkung im Stallalltag: Klar darf man sich austauschen. Aber viel zu oft verquatschen wir uns oder lassen uns von der Unruhe im Stall ablenken. Stell dir stattdessen vor, dass sich um dich und dein Pferd eine schützende Blase befindet. Selbst wenn am Bandenrand gelästert wird: In eurer Blase bleibt ihr ganz bei euch und lasst keinerlei Ablenkung von außen an euch heran.
✨ Das eintönige Schrittführen: Dein Pferd ist verletzt und darf nur 20 Minuten Schritt gehen? Statt stupide und frustriert deine Runden zu drehen und nebenbei auf dem Handy zu lesen, nutze die Zeit! Gerade in Krankheitsphasen – die für ein Pferd extrem stressig sind – solltet ihr in stetiger Kommunikation bleiben. Sei präsent: Reagiere auf seine Mimik, baue kleine Aufgaben ein.
Frage dich selbst: Wie soll sich ein Pferd mit einem Menschen sicher fühlen, der gedanklich abwesend ist? Wenn du wirklich präsent bist, wird dein Pferd dich auch so wahrnehmen, wie du es dir wünschst. Denn es spiegelt deine Unachtsamkeit oft durch plötzliche Schreckhaftigkeit oder scheinbare Ignoranz.
Ein verlässlicher Partner checkt bei sich selbst ein, bevor er zum Pferd geht.
Pferde spüren sofort, wenn unsere Gedanken abschweifen. Sie sind wie Seismographen für unsere Präsenz. Wenn wir die gemeinsame Zeit aber als bewusste Auszeit wahrnehmen, ist das ein riesiges Geschenk – nicht nur für dein Pferd, sondern als wunderbare Achtsamkeitsübung auch für deine eigene mentale Gesundheit. 🌿✨
Die Regenbogenübung habe ich dir bereits im Vortrag gezeigt: ein bewusster Moment, bevor du zum Stall fährst, um alle Alltagsgedanken loszulassen und mit vollem Fokus bei deinem Pferd anzukommen. Schau dir diesen Teil des Vortrags gerne noch einmal an, wenn du magst. Hier noch einmal die kleine Visualisierung zum Nachlesen, die du ab jetzt vor jedem Stallbesuch nutzen kannst:
✨ Schritt 1 – Das Ankommen: Wenn du zum Stall fährst, halte kurz inne (z. B. noch einen Moment im Auto sitzen bleiben).
✨ Schritt 2 – Die Grenze visualisieren: Stell dir vor, dass über deinem Stall ein riesiger, leuchtender Regenbogen steht. Er trennt die stressige, oft graue Alltagswelt von der bunten Wohlfühlwelt deines Pferdes – einer Oase voller Licht, Ruhe und Harmonie.
✨ Schritt 3 – Den Ballast abwerfen: Bevor du unter diesem Regenbogen hindurchgehst, wirfst du all deinen Ballast – den Ärger, die To-Do-Listen – gedanklich ab. Du betrittst eine stressfreie Zone.
✨ Schritt 4 – Einchecken und Ausatmen: Atme dreimal ganz tief in den Bauch ein – gerne durch die Nase ein und durch den Mund langsam und tief wieder aus. Lass das Ausatmen dabei bewusst länger dauern als das Einatmen. Stell dir beim Ausatmen vor, wie du den ganzen Ballast, Stress und die negativen Gedanken als kleine schwarze Wölkchen komplett auspustest.
Dein Pferd wird den Unterschied in deiner Ausstrahlung in der ersten Sekunde spüren! Im pferdegerechten Training geht es nicht nur um Muskeln und Biomechanik – es beginnt immer mit deiner inneren Haltung. 🪵🍀
„Grenzen setzen“ klingt für viele nach Härte oder Dominanz. Wir wollen doch alle, dass unser Pferd uns liebt und vertraut. Also drücken wir oft ein Auge zu, wenn es in unseren Bereich drängelt oder uns ignoriert.
Dabei vergessen wir eine fundamentale Wahrheit: Für ein Fluchttier ist eine Welt ohne Grenzen keine Freiheit, sondern purer Stress.
Führung bedeutet für ein Pferd, Sicherheit zu bekommen. Die Führungsperson schützt die Herde und trifft klare Entscheidungen. Sobald du dein Pferd aus seiner Herde holst, bildet ihr beide eine neue, kleine Herde. Übernimmst du hier nicht die Verantwortung, muss dein Pferd die Rolle des Aufpassers übernehmen. Ständige Wachsamkeit ist verdammt anstrengend: Pferde, die permanent aufpassen müssen, haben einen enormen Stresspegel und leiden oft sogar unter Schlafmangel.
Wenn wir die Führung übernehmen, schenken wir unserem Pferd echte Ruhezeit. Pferde geben die Führung grundsätzlich gerne ab – aber nur, wenn sie sich beim Gegenüber absolut sicher fühlen.
Wie wir diesen souveränen Anker im Alltag leben:
✨ Die klare Haltung: Echte Führung braucht keinen Ärger. Hab' ein klares inneres Bild, sei klar in deiner (Körper-)Sprache, aber bleibe immer fair und freundlich.
✨ Konsistenz statt Verwirrung: Für dein Pferd gilt: Heute gilt das Gleiche wie gestern. Wenn sich Regeln ständig ändern, verliert es die Orientierung und die so wichtige Berechenbarkeit geht verloren.
✨ Der Schutz des eigenen Raums: Bei einem Partner von meist über 500 kg hat Sicherheit für uns oberste Priorität. Ein Pferd, das ungefragt in unseren Raum tritt, kann uns – oft ohne böse Absicht – überrennen oder verletzen.
Ein souveränes Leitpferd würde es im Herdenverband niemals akzeptieren, dass ein anderes Mitglied ungefragt in den eigenen Raum tritt. Indem wir diesen Abstand höflich aber bestimmt einfordern, setzen wir keine Mauer. Wir schaffen einen sicheren, berechenbaren Rahmen für beide.
Erst wenn dein Pferd deinen Raum respektiert, darf eine echte, feine Kommunikation auf Augenhöhe entstehen. Die Nähe zu dir wird dann zu einer bewussten, wertvollen Einladung. ❤️✨
Deine Praxis-Tipps für den Alltag:
✨ Praktische Übung bei Grusel-Gegenständen: Dein Pferd gruselt sich vor einem Gegenstand und wird nervös? Geh nicht weg. Begib dich aktiv zwischen den Gegenstand und dein Pferd, um ihm physischen Schutz zu bieten. Berühre und prüfe den Gegenstand selbst aktiv, um zu vermitteln: „Ich habe das hier im Griff.“ Danach kannst du dein Pferd ganz kleinschrittig einladen, sich dem Objekt zu nähern: Belohne jeden mutigen Schritt und frage am Ende ab, ob es den Gegenstand sogar mal ganz sanft mit der Nase berühren möchte. Feiere es dafür! 🎉
✨ Raus aus dem Fluchtmodus, rein in die Entspannung: Hole dein Pferd in Stresssituationen aktiv runter. Übe im Alltag das Absenken von Kopf und Hals, um es in der Angst abrufen zu können. Durch sanftes Streichen über die Zunge kannst du Schlecken und Kauen auslösen. Wenn du ihm sanft über die Augen streichst, löst du das Blinzeln aus. Genau dadurch kann es dir gelingen, diesen typischen Flucht- und Stressmodus im Nervensystem herunterzufahren.
✨ Ich zeige dir die Welt: Auf dieser sicheren Basis könnt ihr die Welt erkunden. Geht spazieren und erlebt Abenteuer. Indem du dein Pferd an all diese Dinge heranführst, machst du es mutig – sodass es irgendwann völlig entspannt z. B. an einer Kuhweide vorbeigehen kann. 🐄🌈
Genau hier setzt die Übung an, die du bereits im Vortrag und als sauberes Bonus-Video weiter oben findest: Du forderst eine klare Position von deinem Pferd ein und gibst ihm dadurch genau die Orientierung und Sicherheit, die es bei dir sucht. Genauso stark spielt hier übrigens auch Fokus & Präsenz mit rein: Du holst dir mit dieser Übung die volle Aufmerksamkeit deines Pferdes — und bringst dabei selbst deinen vollen Fokus mit ins Training. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu findest du bei deinen Unterlagen zum Download.
Erinnerst du dich noch an die Zeit, als du noch kein eigenes Pferd hattest? Als es dein allergrößter Kindheitstraum war, irgendwann dieses eine, eigene Seelenpferd an deiner Seite zu haben? Was hast du damals gefühlt? ✨
Manchmal verlieren wir uns im stressigen Stallalltag zwischen Trainingsplänen und Vorgaben. Doch die Beziehung zu unseren Pferden lebt davon, das Zusammensein mit dem Gefühl von Freude und Dankbarkeit bewusst zu erleben und regelmäßig anforderungsfreie gemeinsame Zeit zu genießen.
Es ist der Kleber, der alles zusammenhält. Und es fängt schon bei der allerersten Sekunde an: Ich begrüße Pferde immer ganz bewusst mit einem Lächeln im Gesicht und einer positiven Energie. Ich möchte, dass sie mich sehen und spüren, dass unsere gemeinsame Zeit ein Geschenk ist.
Der Abhol-Moment von der Wiese oder dem Paddock ist hierbei von großer Wichtigkeit. Statt einfach hinzugehen, zackig aufzuhalftern oder das Pferd „einzufangen“, lade ich es höflich, ruhig und fokussiert in meinen persönlichen Raum ein. Nutze hierfür gerne den Nasenkuss: Halte deine Hand locker geschlossen mit den Knöcheln nach oben hin. Sie imitiert eine Pferdenase zum Begrüßen und Schnuppern. Erst wenn das Eis gebrochen ist und ich die Lieblingsstellen gekrault habe, frage ich frei über meine Körpersprache, ob es mitkommen möchte. Wenn ein Pferd sich mitten auf der grünen Wiese aus freien Stücken entscheidet, das geliebte Gras zu verlassen und mitzukommen, ist das einfach wunderschön!
Ich halte es auch für sehr wertvoll, draußen in der Natur gemeinsam einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Ob entspannt geritten oder als Spaziergang: Das tut gut und stärkt – gerade bei Jungpferden – massiv die Beziehung.
Doch was passiert, wenn wir gemeinsam trainieren? Wie sieht es da mit der Freude aus?
Ein wesentlicher Schlüssel im Pferdetraining ist für mich der echte Spaß an der Zusammenarbeit. Und das bedeutet: Lob von ganzem Herzen! ❤️
Wenn ich Pferden neue Dinge lehre, feiere ich die kleinsten Schritte in die richtige Richtung regelrecht. Ich „raste“ vor Freude manchmal regelrecht aus! Manchmal erlebe ich, dass Menschen sich dafür schämen oder es übertrieben finden, diese pure Freude zu zeigen. Aber genau das ist DAS DING, womit wir Pferde motivieren können. Sie spüren diese ehrliche Energie und wollen die richtige Lösung finden, weil sie es in der Regel lieben, uns zu gefallen. Wecke unbedingt den Spaß und die Neugier deines Pferdes, anstatt nur sturen Gehorsam abzufragen!
Diese emotionale Balance und die Freude am gemeinsamen Wachsen sind am Ende auch die beste Basis für die körperliche Gesundheit. Denn Körper und Geist sind eins – bei uns wie beim Pferd.
Das bringt mich zum letzten ganz sensiblen Punkt: Die Macht deines eigenen Blicks. In einer Welt, in der gefühlt mehr Pferde krank als gesund sind, neigen wir dazu, unsere Pferde „krankzuschauen“. Wir kommen mit einem sorgenvollen Blick an den Stall und suchen unbewusst nach dem nächsten Problem. Doch die Energie folgt bekannterweise dem Fokus!
Natürlich solltest du dich um gesundheitliche Themen kümmern, gar keine Frage. Aber richte deinen Fokus im Alltag und im Training vor allem dringend auf das, was gut ist und was schon gut läuft. Teile Aufgaben in kleine Teilschritte und freue dich über jeden Mini-Erfolg. Wenn du dein Pferd mit Stolz, Freude und Leichtigkeit betrachtest, verändert sich die ganze Schwingung zwischen euch – dein Pferd fühlt sich besser und schließt sich dir von ganz alleine gerne an. 🤎
Zeit mit deinem Pferd, die nichts leisten muss, ist genauso wichtig wie das Training selbst. Ich arbeite gerade an einer kleinen Anleitung für eine entspannende Massage für dein Pferd — als weiteres Werkzeug für bewusste, gemeinsame Zeit.
Kommt hier bald dazuDieselbe Übung wie im Vortrag, hier aber als saubere Version zum Mitmachen — ohne Kommentar, ohne Ruckeln, damit du sie dir in Ruhe Schritt für Schritt ansehen kannst.
Ein ganz kurzer Ausblick: So kann das präzise Führtraining am Ende aussehen — ganz ohne Strick, wenn dein Pferd dich wirklich spiegelt, ohne dass du noch viel machen musst. Das ist kein Muss und kein Maßstab für heute — nur ein Bild davon, wohin die Reise gehen kann.
Drei kurze PDFs, die dich beim präzisen Führtraining und im Alltag mit deinem Pferd begleiten.
Die komplette Übung aus dem Bonus-Video schriftlich zum Nachlesen, bevor es an den Stall geht.
Die häufigsten Stolpersteine beim Führtraining — und was du in dem Moment stattdessen tun kannst.
Eine kurze Checkliste über alle vier Glückskleeblatt-Bereiche, zum Abhaken für deine Woche mit deinem Pferd.
Ich werde immer wieder gefragt, woran man einen passenden Kappzaum erkennt — deshalb zeige ich dir das kurz im Video. Wenn du in die Bodenarbeit einsteigen willst, ist ein gut sitzender Kappzaum wirklich sinnvoll. Das ist eine echte Herzensempfehlung: Ich nutze das Modell Neo Flexi-Iron von SIGNUM selbst, und meine Kundinnen, die sich diesen Kappzaum zulegen, sind durchweg glücklich damit — auch pferdeseitig kommt er gut an.
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Schau dir alles in deinem eigenen Tempo an — es gibt hier keinen Zeitdruck. Wenn du merkst, dass du und dein Pferd nach diesen ersten Schritten gerne noch tiefer gehen möchtet, begleite ich euch auch gerne auf dem nächsten Stück des Weges.
Falls du sie beim Kauf noch nicht mitgenommen hast: Für dein schreckhaftes oder distanzloses Pferd gibt es von mir noch zwei vertiefende Übungssets zu ganz konkreten Themen.
Raus aus dem Stress, mutig in die Welt — mit Video-Übungen, die dein Pferd Schritt für Schritt gelassener machen.
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